AFRIKA

Der Ort an dem alles begann

AFRIKA

LANDFLÄCHE | 30,3 Millionen km²
ANTEIL DER ERDLANDFLÄCHE | 22%
BEWOHNER | ca. 1.000.000.000 Menschen
BEWOHNER/KM² | 33 Menschen
LÄNDER | 63
ZEITZONEN | UTC-1 bis UTC+4

Am besten gedeiht der sehr widerstandsfähige Robusta in Ländern, die sich nördlich und südlich des Äquators um den 10. Breitengrad befinden. Das trifft auch auf viele Länder Afrikas zu.

Während bereits ab dem 7. Jahrhundert der Arabica in Äthiopien zuhause war, ist Anfang 1850 der damals noch wild wachsende Robusta in Uganda entdeckt worden. Seither sind Ghana, Nigeria, Angola, Gabun und die Demokratische Republik Kongo sowie Regionen des Sudan Robusta anbauende Länder.

Der Arabica findet sich dagegen wie bereits vor Jahrhunderten im Jemen, der Wiege des Kaffeehandels und der Kaffeehauskultur, sowie neben Äthiopien in Kenia, Sambia, Mosambik, Südafrika und auch Uganda.

ASIEN

LANDFLÄCHE | 44.6 Millionen km²
ANTEIL DER ERDLANDFLÄCHE | 32%
BEWOHNER | ca. 4.000.000.000 Menschen
BEWOHNER/KM² | 90 Menschen
LÄNDER | 47
ZEITZONEN | UTC+2 bis UTC+12

Das Land mit der größten muslimischen Bevölkerung der Welt, Indonesien, ist auch ein bedeutendes Kaffeeland. Bereits die Holländer legten während der Kolonialzeit große Plantagen an und dort gedieh die Arabica Bohne. Eine verheerende Ernte, bedingt durch die Erkrankung der Pflanze, führte dazu, dass seit dem 19 Jahrhundert zu 90% nur noch Robusta angepflanzt und geerntet wird. Etwa 7 Millionen Säcke mittlerer Qualität gelangen in den Handel jedes Jahr.

Indien exportiert ca. 5 Millionen Säcke Arabica und Robusta, sowie des köstlichen und begehrten Monsunkaffees jährlich, obwohl die meisten Menschen bei dem Subkontinent meistens an Teeplantagen  denken. Zusammen mit Brasilien, Russland und China ist Indien eines der BRICS Länder und bestimmt zunehmend die Weltwirtschaft. Hindus und Moslems, Sikhs und viele kleinere Religionsgruppen sind u.a. vereint durch die Englische Sprache in einem riesigen Land, in dem es allein mehr als 20 offizielle Amtssprachen gibt.

China dürfte den wenigsten als Kaffeeproduzent bekannt sein und spielt mit einer geringen Menge keine Rolle im Markt.
Als eine der wichtigsten Wirtschaftsmächte der Welt und als das Bevölkerungsreichste Land mit mehr als drei  Milliarden Einwohnern, ist es erst langsam im Zug der Öffnung zum Westen auch ein Land der Kaffeekonsumenten geworden und die großen Coffeeshop-Ketten sind in allen dortigen Metropolen zu finden.

Die Philippinen und Papua Neuguinea sind auch Kaffee exportierende Länder, spielen aber mit der  relativ kleinen Menge keine große Rolle im Handel.

Jahrzehnte lang vom Krieg gefangen, wurde Vietnam in Friedenszeiten ein wichtiges Land was den Export von Kaffee betrifft, u.a. auch von ganz außergewöhnlichen Sorten, die einen speziellen Kundenkreis bedienen.

AUSTRALIEN

LANDFLÄCHE | 7,7 Millionen km²
ANTEIL DER ERDLANDFLÄCHE | 5%
BEWOHNER | ca. 22.342.000 Menschen
BEWOHNER/KM² | 3
ZEITZONEN | UTC+8, UTC+9:30, UTC+10, UTC+10:30 und UTC+11C

Die meisten Menschen denken bei Australien an Kängurus und Ayer’s Rock, Aboriginee Kultur und den Great Barrier Reef, sowie Wüste und Flying Doctors. Der große Kontinent „Down Under“ ist aber auch Produzent von hervorragendem Kaffee, der auf Grund der kleinen Menge nur selten im weltweiten Handel zu finden ist.

EUROPA

LANDFLÄCHE | 10,3 Millionen km²
ANTEIL DER ERDLANDFLÄCHE | 7%
BEWOHNER | ca. 740.000.000 Menschen
BEWOHNER/KM² | 65 Menschen
LÄNDER | 50
ZEITZONEN | UTC bis UTC+4

Europa hat keinen Kaffeeanbau, spielt aber als einer der Hauptabnehmer von Kaffee eine bedeutende Rolle in ie >> HANDEL , Verarbeitung, Vertrieb und Konsum. Bereits zur Zeit der großen Entdecker und Kolonialherren bestimmte Europa die wirtschaftliche Bedeutung des schwarzen Goldes und ist heute noch ein „key player“ im Handel. Neben den USA war es auch Europa, wo viele Erfindungen getätigt wurden, die die Verarbeitungen und den Genuss des Kaffes entscheidend beeinflussten.

NORD- UND MITTELAMERIKA

LANDFLÄCHE | 24,9 Millionen km² (Nordamerika)
ANTEIL DER ERDLANDFLÄCHE | 15% (Nordamerika)
BEWOHNER | ca. 528.750.000 Menschen (Nordamerika)
BEWOHNER/KM² | 21 Menschen (Nordamerika)
LÄNDER | 23
ZEITZONEN | UTC-10 bis UTC

Der 23. Breitengrad im Norden und der 25.Breitengrad im Süden bis hinunter an die Grenze zu Argentinien  bestimmen die Grenzen des Kaffeeanbaus in den Lateinamerikanischen Ländern.

Panama hat eine kleine, aber feine Produktion, während Honduras mit einer verbesserten Infrastruktur im Land wesentlich mehr als nur 3 Millionen Säcke/Jahr exportieren könnte.

Costa Rica ist bekannt für seinen guten Kaffee, der in der reichen Vulkanerde beste Bedingungen vorfindet. Fauna und Flora des Landes sind weltberühmt und einzigartig.

El Salvador kämpft seit Jahrzehnten mit schweren politischen Problemen und hat auch aus diesem Grund eine relativ geringe Ernte von ca. 2 Millionen Säcken/Jahr.

Seit der Machtübernahme durch die Sandinisten 1979, bei der viele Plantagenbesitzer nach Florida flohen, gab es einen großen Einbruch in der Kaffeeproduktion Nicaraguas. Mit zunehmender politischer Stabilisierung bestritt das Land auch wieder eine größere Rolle im Handel.

Mexiko wird langsam immer mehr bekannt als ein Land, das sich auch dem Biomarkt im Kaffeehandel verschrieben hat. Das Land der Azteken und Mayas hat vor allem an der Grenze zu Guatemala, in Chiapas, beste Bedingungen für den Kaffeeanbau.

Guatemala selbst ist auch ein bedeutender Kaffeelieferant.

In der Karibik wird neben dem berühmten und kostbaren Blue Mountain aus Jamaika auch auf den französischen Inseln Guadalupe und Martinique sowie dem vom verheerenden Erdbeben verwüsteten und tiefarmen Haiti Kaffee angebaut.

Der in Hawaii, dem Paradies der Surfer und Naturfreunde, angebaute Kona ist ein vor allem in den USA beliebter Edelkaffee.

SÜDAMERIKA

LANDFLÄCHE | 17,8 Millionen km²
ANTEIL DER ERDLANDFLÄCHE | 12%
BEWOHNER | ca. 393.000.000 Menschen
BEWOHNER/KM² | 21
LÄNDER | 12
ZEITZONEN | UTC-2 bis UTC-5

Brasilien, berühmt für Samba und Karneval, ist eines der wichtigsten Kaffeeländer der Welt und verantwortlich für mehr als ein Drittel der Exportmenge für ganz Lateinamerika. Bis zu 40 Millionen Säcke beträgt in guten Jahren die Ernte.

Kolumbien, berüchtigt für Drogenkartelle und Kokain, ist aber gleichzeitig ein Land, in dem einer der besten Kaffees der Welt in den Anden wächst.

Ecuador begann erst Anfang der 50er Jahre des 20. Jahrhunderts im Kaffeeanbau eine Rolle zu spielen und ist berühmt für feine Alpaca Wolle und Lamas und Vicunas. Inzwischen findet sich dort in den hohen Lagen der Anden qualitativ sehr guter Kaffee.

Peru und seine alte „Inka Hochkultur“ exportiert mehr als 3 Millionen Säcke im Jahr und hat sich zunehmend auf biologischen Anbau konzentriert.

In Venezuela, ehemals ein wichtiges Kaffeeland, spielt heute das Erdöl eine viel bedeutendere Rolle.

Bolivien, in dem zu Zeiten der Kolonialherren der Kaffeestrauch in den Ziergärten als Hecke und Schutz angebaut wurde, kämpft mit der Armut der Indios und Korruption, was beim Kaffee auch eine Rolle spielt.

Im ausgezeichneten Pazifikklima der Galapagos Inseln geniessen die Touristen den Anblick von seltenen Riesenschildkröten und Vögeln, aber es wächst auch der köstliche Bourbon Arabica, der wegen der geringen Menge auch sehr kostbar ist.