DER KAFFEEHANDEL

Weltweit vernetzt

Weltweit verdienen fast 30 Millionen Menschen ihren Lebensunterhalt mit Kaffeeanbau, Kaffeeernte, Kaffeeverarbeitung und Kaffeehandel, nicht eingerechnet sind  hierbei  die Gastronomie und die vielen kleinen Cafés weltweit.

Es ist seit Jahrhunderten eine Arbeit, bei der nur wenige sehr reich werden und viele trotz schwerer körperlicher Arbeit arm bleiben. Bereits in den Jahrzehnten zwischen 1600 und 1800 war der Kaffee eines der bedeutenden globalen Handelsgüter.

Auch damals war alles abhängig vom Klima, von der Weltpolitik und natürlich von den regionalen und lokalen politischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Bedingungen. Die Existenzgrundlage vieler Menschen war hierbei bestimmt von Angebot und Nachfrage, vom Wetter und vom Kurs der Börse, der Steuerpolitik des Staates (allein in Deutschland verdient der Staat jährlich ca. € 1 Milliarde an der Kaffeesteuer) und der Gesundheit der Pflanze.

Der weltweite Handel wird bestimmt von einer relativ kleinen Anzahl von Menschen. Bis die Bohne in die Rösterei und letztlich als Kaffee beim Verbraucher landet, muss der Kaffeebauer anbauen, der Pflücker ernten, der Exporteur einkaufen,  die Reederei den Transport übernehmen, und in Hafenstädten wie Bremen und Hamburg gelangen die Säcke zum Großhändler, der wiederum direkt entweder vom Exporteur, von einer Kaffeekooperative oder direkt vom Plantagenbesitzer oder Kleinbauern kauft.

Im Zuge des Fair Trade Gedankens kommt es inzwischen auch immer mehr vor, dass einzelne und auch kleinere Röstereien den Kontakt zu Plantagen suchen und direkt dort einkaufen.

In der Regel wird die Bestellung beim Großhändler telefonisch, per Fax oder Mail abgewickelt und auf diese Weise auch der Preis, die Qualität und die Menge festgelegt. Die Rösterei verkauft dann entweder direkt an Kunden im Groß- oder Einzelhandel, im Laden oder per Versand.